Das Archiv | Törns RSS-Feed für diesen Bereich

Das Jahr 2018 und der Törnplan 2019 vom Segelrevier.ch Skipperteam.

Dieses Jahr bin ich leider nicht dazu gekommen, viele Artikel hier auf Segelrevier.ch zu schreiben und mich um Themen zu kümmern die mir am Herzen liegen.

Dafür war die bislang laufende Saison 2018 aber in anderer Hinsicht für mich ein echter Meilenstein. Ging es doch darum, den vielen Worten hier auf Segelrevier.ch irgendwie auch Taten folgen zu lassen.

Glücklicherweise konnte ich einige sehr kompetente Skipper, Bekannte und angefressene Segelnde davon überzeugen miteinander das zu tun, was wir alle gern machen: Aufs Boot gehen und unser Wissen zu vermitteln und zu mehren.

Das Segelrevier.ch Skipperteam

Wir, das sind hauptsächlich Dan, Andy, Michel und ich. In diesem Jahr konnten wir unseren Horizont auf diversen Törns und Hochseescheinkursen mit einigen von Euch zusammen erweitern. Das Team hat sich bewährt. Wir werden also weitermachen.

Da aber Hochseetörns und Kurse nicht mehrheitlich auf diesen persönlichen Blog passen, habe ich eine eigene Webseite dafür aufgeschaltet. Dort findest Du jeweils Tagesaktuell die für die nächsten Monate vorgesehenen Aktivitäten unseres Teams – und natürlich eine Vorstellung der Teammitglieder.

Bei einigen Themen konnten wir Partnerschaften mit renommierten Anbietern gewinnen und so spezielle Törns und Kurse, wie z.B. den sehr guten „Medizin an Bord“ Kurs oder das Skippertraining für Fortgeschrittene im Solent zu attraktiven Konditionen anbieten.

Im nächsten Jahr planen wir die Gründung eines Vereins zur Förderung der Hochsee-Ausbildung in der Sportschifffahrt. Es wird also spannend.

Das alles wäre ohne diesen Blog, ohne Dein Interesse an diesen Inhalten, nicht möglich gewesen!
Lesen Sie hier weiter »

Skipper über Bord.

Bei knackigen sechs Beaufort vertörnt sich während der Wende eine Schot im Bugbereich und blockiert. Nichts besonderes, das kommt öfter mal vor. Routiniert schwingt sich der Skipper aus dem Cockpit und hangelt sich in Richtung Vorschiff. Auf eine Sicherungsleine oder eine Rettungsweste verzichtet er bei den für ihn moderaten Bedingungen. Der Autopilot hält unterdessen die Yacht auf Kurs, schnell ist das kleine Problem behoben und er wieder auf dem Weg zurück.

Plötzlich reisst eine besonders hohe, seitlich auftreffende Welle den Bug herum. Der Skipper stolpert, verliert das Gleichgewicht und stürzt rücklings über die Reling in die See.

Seine Frau, als einziges Crewmitglied an Bord, sieht ihn in den Wellen winken und hört ihn etwas rufen. Aber der Autopilot hält eisern den Kurs. Langsam verschwindet er achterlich im Kielwasser. Derweil versucht die zurückgebliebene Ehefrau immer verzweifelter den Autopilot abzuschalten, denn leider hatten sie das nie zusammen geübt.

Lesen Sie hier weiter »

Pech und Pannen auf dem Charter-Törn:
Diese teuren Fehler kannst Du vermeiden.

Der Skipper schaut skeptisch. Ist auf dem Charter-Törn noch alles gut?Endlich Ferien und Törnbeginn!
Seit Monaten schon haben sich Crew und Skipper auf diese Woche im Jahr vorbereitet und gefreut: Der Jahrestörn mit Freunden hat begonnen.

Jetzt noch schnell den Papierkram beim Vercharterer sowie die Einkäufe erledigen und nach dem Check-In direkt die Leinen Los werfen.

Aber Vorsicht: Wir alle sind als Freizeit-Kapitäne auf Charter-Törn nicht oft auf dem Wasser. Mit wechselnder Crew bereisen wir auf unterschiedlichen Booten uns meist unbekannte Gewässer. Da passieren immer wieder gern mal kleine Fehler, die aber teuer werden können.

Mit ein wenig Vorbereitung und dem notwendigen Mass an Umsicht lassen sich die folgenden Probleme aus der folgenden Hitliste der „beliebtesten Fehler auf Törn mit einer Charter-Yacht“ einfach vermeiden.

Damit dem ungetrübten Segelspass in den Ferien nichts im Wege steht und wir uns auch noch nach Monaten an einen tollen gemeinsamen Segeltörn erinnern.

Starten wir also direkt mit dem Platz 1 der häufigsten Probleme auf einem Segeltörn.
Lesen Sie hier weiter »

Die richtige Skipper-Versicherung für den Charter-Törn finden.

Jetzt ist die richtige Charter-Versicherung für den Skipper wichtig.Nachdem ich meine „Hochsee-Skipper-Karriere“ anfangs ja eher gemütlich angehen liess, die ersten Sporen als Co-Skipper verdiente, war ich in den letzten Jahren grösstenteils als verantwortlicher Skipper unterwegs.

Das erste wirkliche „eigene Kommando“ hatte ich seinerzeit auf einem Törn der von Sardinien aus rund Korsika ging und in mehreren Etappen gesegelt wurde. Der erste Abschnitt von Sardinien aus nach Bastia zeigte mir damals, was denn noch alles so dazukommt, wenn man plötzlich allein die ganze Verantwortung für den Törn trägt.

Kurz: Man schläft in den ersten Nächten, vor allem vor Anker, flacher als gewohnt und der Ankerschluck fällt deutlich dosierter aus 😉

Die richtige Törn-Versicherung: Ruhiger Schlafen?

Zumindest die persönlichen Folgen für das Bankkonto kann der Skipper in Spe durch den Abschluss einiger empfehlenswerter Spezial-Versicherungen zumindest deutlich begrenzen. Zwar wird niemand seine gecharterte Segelyacht vorsätzlich auf Grund setzen, aber wenn wir ehrlich sind ist das Meer doch deutlich grösser als der gewohnte heimatliche See und die gecharterte Yacht fühlt sich auch ganz anders an als das Boot, das man von zuhause her gewohnt ist.

Schnell kann es also zu Schäden kommen, die dem Wert des gemieteten Objekts entsprechend empfindlich teuer werden können. Da ist es sogar möglich, dass einem nach einem Schaden die Lust auf den eigenen Hochsee-Charter dauerhaft verleidet.

Um also nicht grob fahrlässig einfach die Leinen los zu werfen und das eigene Bankkonto „voll auf Risiko“ zu setzen, empfiehlt es sich vor Törnbeginn die eine oder andere Versicherung anzuschauen und eventuell auch abzuschliessen.

Die Versicherungsunternehmen bieten hier einige Produkte an, die mehr oder weniger Sinn machen. Welche Versicherungen benötigt man als Charterer einer Segelyacht auf dem Meer wirklich?

Aufgrund einiger Änderungen bei den vorgestellten Anbietern habe ich den Artikel am 19.12.2017 erneut auf den neuesten Stand gebracht und einen kleinen Erfahrungsbericht über die Regulierung eines Kautionsschadens durch die Allianz (Suisse) Versicherung hinzugefügt.

Lesen Sie hier weiter »

Ein Segeltörn vor der Süd-Bretagne, durch die Baie de Quiberon nach Belle-Ille in das Glénan Archipel.

An Anfang stand die Herausforderung: Ein Gezeitentörn war gefragt, aber bitte vom Wetter her nicht so kühl. Etwas Sonne wäre auch nicht schlecht. Dazu dürfte kulinarisch und kulturell auch etwas geboten werden und die Anreise sollte auch nicht um die halbe Welt gehen.

Da war ich als Skipper doch schon mal ganz schön gefordert. Klar, bei dem Stichwort „Gezeiten“ fällt einem zunächst mal das tolle, aber auch etwas rauhe Revier vor Saint-Malo und zwischen den Kanalinseln ein. Haarscharf in der Zugbahn der nordatlantischen Störungen gelegen wird es dort aber leider auch im Frühsommer schon gern mal etwas kühler und nasser. Dieses an sich tolle Revier fiel also aus.

Vor Anker im Archipel der Glénans - Eine unwirkliche Inselwelt, die am Abend eine gradezu mystische Atmosphäre ausstrahlt.

Nach einigem hin und her überlegen erinnerte ich mich an den netten Kontakt mit Wilfried Krusekopf, über den sich vor Jahren mal die Möglichkeit für einen fantastischen Segeltörn in der Nordbretagne ergab.

Sein Tipp damals für entspannte Gezeitentörns mit quasi einer „Schönwetter-Garantie“ war die südliche Bretagne, das Seegebiet zwischen der Pointe du Raz im Norden und Saint-Nazaire an der Mündung der schönen Loire. Ein paar Recherchen und Mails an die Crew stand es dann fest: Wir fahren nach Frankreich, die Küsten der Südbretagne wollen erkundet werden.

In die Heimat der Segelhelden: La-Trinité-sur-Mer.

Eine Alubat Ovni 395 - Unsere Ster-Vraz

Auf der Suche nach einer Yacht vom Typ „Alubat Ovni„, einer für dieses Segelrevier besonders gut geeigneten französischen Yacht, wurde ich wie gewohnt kompetent und freundlich vom Hamburger Scansail-Team um Jochen Eschenburg unterstützt. Denn ein Boot dieses Typs zu finden und dann direkt vor Ort zu chartern war nicht nur sehr schwierig sondern überforderte meine rudimentären Französischkenntnisse doch etwas.

Die netten Leute von Scansail fanden „unsere“ Ovni dann auch schnell bei Alternative Sailing in La-Trinité-sur-Mer.

Dieser Hafen ist eine bekannte Basis für die „ganz grossen“ Regattayachten und Katamarane sowie deren Besatzungen. Wahrscheinlich kommt man diesen Profis auch nirgendwo näher, denn als Gastlieger macht man inmitten dieser Szenerie fest. Der Gästesteg ist auch der Liegeplatz dieser Renngeräte. Fantastisch!

Zur Törnvorbereitung besorgte ich mir dann noch zwei Revierführer, den „Almanach Breton„, das kompaktere der beiden französischen nautischen Standardwerke.

Der an Bord aller Charteryachten meist vorhandene „Bloc Marine“ ist sehr unhandlich und trägt vor allem im Gepäck sehr schwer auf.

Törnführer deutsch Süd-BretagneSeit 2016 gibt es endlich auch einen deutschsprachigen Revierführer von Ralf Paschold, der die Süd-Bretagne als Segelrevier sehr genau beschreibt und sich unterwegs als absolut praxistauglich erwiesen hat. Es erscheint im Selbstverlag und kann z.B. über die Seite von W. Krusekopf bezogen werden.
Meine absolute Empfehlung, wenn Du dort segeln möchtest!

Die Anreise nach La-Trinité ist recht einfach: Entweder in wenigen Stunden über Paris mit dem TGV oder per Flugzeug mit HOP!, der Regionalflugline der Air France, über Paris Orly nach Lorient und von dort in ca. 40 Minuten mit dem Taxi an den Steg.
Auch eine Anreise mit dem Auto ist relativ einfach möglich, kam für unsere Crew nach einigem Überlegen nicht in Frage.

Der ...Besuchersteg... in La Trinite

Am Freitag, den 16.06.2017 war es gegen Abend schliesslich so weit. Wir konnten „unsere“ Ovni 395 mit dem Namen „Ster Vraz“ am Steg von Alternative Sailing übernehmen.

Ein echtes „Franzosen-Boot“ in seinem ursprünglichen Habitat – Da kam schon im Vorfeld so etwas wie Weltumsegler-Feeling auf. An den Davits baumelte das Beiboot, auf dem Geräteträger eine üppig dimensionierte Solaranlage und alle Beschläge und Einbauten machten einen sehr soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Das man mit dieser tollen Yacht auch noch dank dem variablen Tiefgang trockenfallen konnte, war ein echtes I-Tüpfelchen. Hoffentlich würde sich diese Gelegenheit ergeben…

Leinen Los in La Trinite. Da die Charter an der französischen Küste anscheinend vielfach von Samstag Morgen bis Freitag Abend laufen, konnten wir an dem Abend noch gemütlich bunkern, das Boot und die nähere Umgebung des Hafens Kennenlernen.

Am späteren Abend sanken wir dann das erste mal in die komfortablen Kojen an Bord unserer Yacht, die für die nächste Woche unser schwimmendes Daheim sein sollte.

Welche Abenteuer wird uns die südliche Bretagne bereithalten?

Lesen Sie hier weiter »

Gezeitenberechnung. Auf die französische Art.

Wilde Strömungen an der Pointe du Raz. Eine Herausforderung für Skipper.Wild sind die Strömungen und hoch die Gezeitenunterschiede, wenn man an der französischen Atlantikküste segeln möchte.

Wir waren Mitte Juni für eine Woche im fantastischen Segelrevier der Südbretagne von La Trinité sur Mer aus mit einer Ovni 395 unterwegs.

Auch in diesem, im Vergleich zur Bucht von St. Malo bereits sehr gemässigten Revier, gibt es für den Navigator einer Segelyacht noch einiges zu beachten. Das merkte ich bereits bei der Törnvorbereitung, besonders der Umgang mit den Gezeiten verlangt einige Umgewöhnung.

So unterscheiden sich die für die Törnplanung vor Ort an Bord der Yacht zur Verfügung stehenden Unterlagen deutlich von den englischen Gezeitenunterlagen, die wir aus dem Hochseescheinkurs kennen. Der wohl markanteste Unterschied ist der Gezeiten-Koeffizient, der für jede einzelne Gezeit im Gezeitenkalender angegeben wird, sowie die fehlende Angabe von Spring- oder Nippzeit, aus der sich das „Alter der Gezeit“ ableiten liesse.

Während der Törnvorbereitung habe ich mich des Öfteren gefragt, was man denn mit dieser Zahl in der Praxis anstellen kann.
Fündig bin ich – bis auf die Beschreibung um was es sich dabei handelt – allerdings nicht wirklich geworden. Also dann, eine Herausforderung wartet…
Lesen Sie hier weiter »