Ausflugstipp Neuenburgersee: Fahrradtour von Ste-Croix nach Yverdon-les-Bains

So, wie im vorherigen (Kurz-)Artikel nun versprochen, die Infos zur Fahrradtour im Umland des Neuenburgersees aus der Sicht eines See-Seglers 😉

Nachdem der Samstag zwar sonnig startete, sich aber im Verlauf des Vormittages immer mehr Wolken vor den Lorenz schoben, entschieden wir uns einen kleinen Ausflug zu machen.

Die Buenaventura blieb also an Ihrem Gästeplatz in Estavaver-le-Lac angebunden, wir schulterten die Rucksäcke mit dem Picknick und liefen Richtung Bahnhof.
Praktisch, das grade Wochenmarkt in Estavayer-le-Lac war, so konnten wir uns noch mit frischen Esswaren eindecken.

Wochenmarkt in Estavayer-le-Lac


Der Zug fährt stündlich von Estavayer-le-Lac (aktuell immer 20-vor) in Richtung Yverdaon-les-Bains und benötigt dafür eine knappe eine Viertelstunde.

Das lustig-pinkige Bähnli der Gesellschaft „Travys“ (12-nach ab Yverdon) ist dann etwas mehr als eine halbe Stunde über die landschaftlich schöne Strecke nach Ste-Croix, dem Ausgangsort der Tour, unterwegs.

Im Bahnhof von Ste-Croix stehen Mietfahrräder zur Verfügung.

Achtung: Mittagspause im Bahnhof ist von 12:00 bis 13:00 Uhr und die Velotour ist beliebt.
Wenn man nicht auf das Wanderprogramm umstellen möchte, ist es sicher keine schlechte Idee die Fahrräder zu reservieren.

Eine vierköpfige Familie zahlt 56 Franken Miete für einen halben Tag.
Nicht wirklich günstig, da immerhin ein GA, ein Halbtax und zwei Familienkarten zum Einsatz kamen.
Ohne diese Vergünstigungen wird es sicher noch etwas teurer.

Eine grundlegende Information gibt es z.B. bei Vallorbe-Tourisme:
Klick hier für mehr Infos zur Fahrradtour

Die Idee war in etwa die folgende:
Mit dem Zug rauffahren und dann gemütlich Bergab wieder zurück an den See, eine Wurst über das Feuer halten.

Als uns der freundliche Herr am Bahnhof dann recht gebraucht aussehende, aber technisch absolut intakte Mountainbikes in die Hand drückte, dachten wir noch nichts Böses.
Auch die ersten 500 Meter der Fahrradtour nach Yverdon waren so, wie vorgestellt. Immerhin galt es bis zum See gut 600 Höhenmeter zu überwinden. Und zwar abwärts.

Aber plötzlich – ging es bergauf.
Erst über Asphaltstrasse, dann nur noch über einen Fahrweg aus Schotter und Steinen.
Ahja.. Deswegen die Mountainbikes!?

Der erste Hügel war bald erklommen und es eröffnete sich einer der wenigen (!) Ausblicke auf den Neuenburger See:

Ausblick auf den Neuenburgersee

Nachdem dann noch eine längere Steigung zu meistern war (meckernde Söhne), ging es dann endlich über eine gut zu fahrende und wenig belebte Strasse bergab in Richtung Baulmes.
Da sich die Strasse meist die meiste Zeit im Wald befand, gab es ausser hin und wieder einem Bach kaum spektakuläre Aussichten. Schön war es aber trotzdem.

Ein Wasserfall an der Strasse nach Baumles

Die Strasse führt durch Baumles, ein gemütliches Dorf direkt am Jurafuss. Von dort aus sind es nur noch 200 Höhenmeter bis zum See. Also Zeit genug für eine kleine Pause im Ort…

Vis-A-Vis Laden in Baumles

Entweder deckt man sich im Dorfladen mit Getränken ein oder man zieht es vor, gemütlich einzukehren:

Restaurant Auberge in Baumles

Wir kehrten lieber ein und genossen einen Schluck Weisswein aus der Region.
Eine sehr gute Wahl! Das Restaurant l’Auberge in Baulmes ist wirklich eine ganz ausgezeichnete Adresse für feines Essen und genussvolles Trinken. Nebenbei werden Gästezimmer ab 50 Franken / Person angeboten.
Die Bedienung ist aufmerksam, unaufdringlich und sehr freundlich.

Wie ich grade beim Recherchieren herausfand: Das l’Auberge hat 2006 den 3. Platz bei den Swiss Gastroawards (Classic) belegt. Ein Besuch ist wirklich empfehlenswert. Hunger mitbringen!

Internet: Restaurant l’auberge, Baulmes (CH)

So gut gestärkt ging es dann zunächst über Asphalt, dann aber schnell wieder über Schottersträsschen, die teilweise fast Downhill-Charaker hatten, 😉 abwärts – Dem See entgegen. Einige Impressionen:

Baulmes am Jurafuss
Baulmes, am Jurafuss gelegen.

Auf dem Weg zum Neuenburgersee ging es kurz, nachdem Baulmes verlassen wurde, über eine Art Hochebene.
Auf dem Weg zum Neuenburgersee

Aber es sind immer noch gut 200 Höhenmeter abzubauen.

Weiter geht es dem Neuenburgersee entgegen

Knapp vor diesen markanten Bäumen geht es plötzlich auf Schotter rapide Bergab. Also immer schön langsam fahren, denn Helme geben die Verleiher am Bahnhof leider keine mit!

Unmittelbar nach diesem Hügel könnte man die Tour eigentlich abbrechen, denn von dort aus geht es 7 Kilometer über die Hauptstrasse zurück nach Yverdon-les-Bains.
Diese Strecke und die wirklich unangenehme Ortseinfahrt über den Kreisel der Autobahnzufahrt und diverser Einkaufszentren könnte man sich sparen.

Immerhin erreichten wir gut 4 Stunden nach dem Start den Neuenburgersee.

Mein Fazit:
Eine schöne Fahrradtour, ein Fest für die Sinne. Durchaus empfehlenswert für diejenigen, die etwas Bewegung nicht scheuen und ein gutes Essen zur Belohnung nicht verachten.

Am Neuenburgersee angekommen, konnte ich dann wieder in meine Haut als Siteskipper schlüpfen und ein paar Recherchen über den Hafen „Yverdon – les Iris“ anstellen… Dazu später mehr 😉

Weiterführende Informationen zur Tour:

Tourismusinformation Yverdon-les-Bains
Fahrplan SBB
Travys (F)

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