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Skipper über Bord.

Bei knackigen sechs Beaufort vertörnt sich während der Wende eine Schot im Bugbereich und blockiert. Nichts besonderes, das kommt öfter mal vor. Routiniert schwingt sich der Skipper aus dem Cockpit und hangelt sich in Richtung Vorschiff. Auf eine Sicherungsleine oder eine Rettungsweste verzichtet er bei den für ihn moderaten Bedingungen. Der Autopilot hält unterdessen die Yacht auf Kurs, schnell ist das kleine Problem behoben und er wieder auf dem Weg zurück.

Plötzlich reisst eine besonders hohe, seitlich auftreffende Welle den Bug herum. Der Skipper stolpert, verliert das Gleichgewicht und stürzt rücklings über die Reling in die See.

Seine Frau, als einziges Crewmitglied an Bord, sieht ihn in den Wellen winken und hört ihn etwas rufen. Aber der Autopilot hält eisern den Kurs. Langsam verschwindet er achterlich im Kielwasser. Derweil versucht die zurückgebliebene Ehefrau immer verzweifelter den Autopilot abzuschalten, denn leider hatten sie das nie zusammen geübt.

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Pech und Pannen auf dem Charter-Törn:
Diese teuren Fehler kannst Du vermeiden.

Der Skipper schaut skeptisch. Ist auf dem Charter-Törn noch alles gut?Endlich Ferien und Törnbeginn!
Seit Monaten schon haben sich Crew und Skipper auf diese Woche im Jahr vorbereitet und gefreut: Der Jahrestörn mit Freunden hat begonnen.

Jetzt noch schnell den Papierkram beim Vercharterer sowie die Einkäufe erledigen und nach dem Check-In direkt die Leinen Los werfen.

Aber Vorsicht: Wir alle sind als Freizeit-Kapitäne auf Charter-Törn nicht oft auf dem Wasser. Mit wechselnder Crew bereisen wir auf unterschiedlichen Booten uns meist unbekannte Gewässer. Da passieren immer wieder gern mal kleine Fehler, die aber teuer werden können.

Mit ein wenig Vorbereitung und dem notwendigen Mass an Umsicht lassen sich die folgenden Probleme aus der folgenden Hitliste der „beliebtesten Fehler auf Törn mit einer Charter-Yacht“ einfach vermeiden.

Damit dem ungetrübten Segelspass in den Ferien nichts im Wege steht und wir uns auch noch nach Monaten an einen tollen gemeinsamen Segeltörn erinnern.

Starten wir also direkt mit dem Platz 1 der häufigsten Probleme auf einem Segeltörn.
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Boot fahren in der Schweiz: Das sollten Sie wissen!

PolizeibootDie Verkehrsregeln für Boote in der Schweiz:
Nicht nur für Touristen die mit dem Gedanken spielen, Ihr Boot mit in die Schweiz zu nehmen wichtig.
Auch für einheimische Bootsfahrende, egal ob mit Motorboot oder Segelboot, ist es keine schlechte Idee sich die besonderen Regeln auf Schweizer Gewässern vor Saisonstart nochmals kurz zu verinnerlichen.

Nicht das es bei einer Kontrolle durch die Seepolizei plötzlich zu einer bösen Überraschung kommt…

Keine Zweitakt-Motoren mehr auf Schweizer Gewässern!

Gemäss Artikel 166, Absatz 22 der Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern wird der Schiffsausweis für Schiffe ab dem 01. Januar 2018 ungültig, wenn diese von Zweitakt-Fremdzündungsmotoren angetrieben werden für die weder eine Abgas-Typengenehmigung noch eine Konformitätserklärung vorliegt.

Soll heissen: Die Betriebsgenehmigung für Dein Boot erlischt, wenn Du nicht bis spätestens 31.12.2017 den eventuell an Deinem Boot montierten Zweitakt-Aussenborder gegen einen moderneren Viertakter oder E-Antrieb ausgetauscht hast und diesen neuen Antrieb auch fristgerecht in Deinem Schiffsausweis hast eintragen lassen!

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Der Skipper-Kurs:
Warum man dieses wichtige Training braucht.

Enger-Hafen-PMI-Skippertraining-1Skipperkurs, Skippertraining, Bootsführerkurs,… Diese Art der Weiterbildung hat nicht nur viele Namen, sondern ist entsprechend der praktischen Ausführung auch für unterschiedliche Zielgruppen interessant.

Im folgenden versuche ich die vielen Weiterbildungsangebote für angehende Skipper etwas zu strukturieren und den einen oder anderen Tipp zur individuell richtigen Auswahl eines Skipperkurses zu geben.

Denn eins ist klar:
Eine gute Weiterbildung in Seemannschaft, nautischen Skills, Crewführung und Technik ist eine der sinnvollsten Investitionen in die eigenen Fähigkeiten. Der praktische Nutzen ist nicht nur eine besser Sicherheit für Boot und Crew. Auch die eigenen Segelferien werden deutlich entspannter ablaufen und machen schliesslich allen noch mehr Spass!

Ein Skippertraining?

Wenn Sie grade dabei sind ihre Meilen für den Hochseeschein zu „machen“ oder gar schon einige Törns mit dem Segelboot oder der Motoryacht hinter sich haben, werden Sie die kleinen und grossen Probleme eines Schiffsführers schon erahnen.
Enge Marinas im Mittelmeer, im Foto oben z.B. die „Marina Balear“ in Palma de Mallorca, in denen man mit einer ungewohnten Yacht eventuell mit Seitenwind rückwärts in eine enge Box „einparken“ muss, stellen die seemännischen Fähigkeiten des gelegentlichen Charterskippers auf die Probe.

Auf einem normalen „Meilentörn“ oder während einer Segelwoche mit vielen anderen Crewmitgliedern an Bord eines gut gebuchten Charterbootes ist das Handling einer hochseegängigen Yacht jedenfalls nur sehr begrenzt zu üben.
Normalerweise wird man zwei, drei An- und Ableger fahren und ein wenig in die Schiffsführung hinein schnuppern können.
Unterstützt vom Skipper und dem Rest der Crew wird das meist auch mit etwas Adrenalin gut klappen.

So lernt man segelnAnders sieht es aus, wenn man plötzlich selbst die Verantwortung für das komplette Manöver hat.
Da wird es einem bewusst, dass die gesetzlich vorgeschriebene Grund-Ausbildung halt vielleicht doch noch nicht ganz zum Kapitän auf grosser Fahrt langt.

Schliesslich möchte man sich ja auch nicht zufällig als Hauptdarsteller einer Youtube-Folge des Hafenkinos eines meiner Meinung nach unerträglich arrogant kommentierenden CCS-Skippers im Internet wiederfinden. 😉
Von möglichen Sach- und Personenschäden mal ganz abgesehen… Lesen Sie hier weiter »

Gezeitenberechnung. Auf die französische Art.

Wilde Strömungen an der Pointe du Raz. Eine Herausforderung für Skipper.Wild sind die Strömungen und hoch die Gezeitenunterschiede, wenn man an der französischen Atlantikküste segeln möchte.

Wir waren Mitte Juni für eine Woche im fantastischen Segelrevier der Südbretagne von La Trinité sur Mer aus mit einer Ovni 395 unterwegs.

Auch in diesem, im Vergleich zur Bucht von St. Malo bereits sehr gemässigten Revier, gibt es für den Navigator einer Segelyacht noch einiges zu beachten. Das merkte ich bereits bei der Törnvorbereitung, besonders der Umgang mit den Gezeiten verlangt einige Umgewöhnung.

So unterscheiden sich die für die Törnplanung vor Ort an Bord der Yacht zur Verfügung stehenden Unterlagen deutlich von den englischen Gezeitenunterlagen, die wir aus dem Hochseescheinkurs kennen. Der wohl markanteste Unterschied ist der Gezeiten-Koeffizient, der für jede einzelne Gezeit im Gezeitenkalender angegeben wird, sowie die fehlende Angabe von Spring- oder Nippzeit, aus der sich das „Alter der Gezeit“ ableiten liesse.

Während der Törnvorbereitung habe ich mich des Öfteren gefragt, was man denn mit dieser Zahl in der Praxis anstellen kann.
Fündig bin ich – bis auf die Beschreibung um was es sich dabei handelt – allerdings nicht wirklich geworden. Also dann, eine Herausforderung wartet…
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Weil ertrinken lassen keine Option ist.

Solidarität auf See: Seenothilfe ist ein Menschenrecht

Jedes Jahr im Frühling kommen sie wieder: Die Meldungen über die zahllosen Ertrunkenen, die auf Ihrem Weg in das gelobte Europa das Risiko der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer eingegangen sind und dabei ihr Leben verloren.

Das alles macht sehr betroffen.
Zumal wir ja selbst auf dem Meer unterwegs sind. Sei es auf einer Segel- oder oder auf einer Motoryacht.

Viele von uns „Yachties“ verunsichert ja schon allein die Möglichkeit, auf hoher See einem Flüchtlingsboot zu begegnen. Nicht wenige Törnplanungen basieren mittlerweile darauf, ein diesbezüglich „sicheres“ Revier zu wählen.

Aber noch viel verstörender erschien es uns, dass wir als vergleichsweise sehr privilegierte Menschen nicht in der Lage zu sein scheinen, einen sinnvollen Beitrag an der Linderung der unmittelbaren Not dieser Menschen während der gefährlichen Passage zu leisten.

Deswegen gründeten wir, eine Gruppe engagierter Seglerinnen und Segler, Anfang 2016 den gemeinnützigen Verein „Solidarität auf See“. Mit diesem Verein möchten wir bestehende Strukturen der solidarischen Seenothilfe bekannter machen und so zur Unterstützung dieser Vereine, Gruppen und Einzelinitiativen aufrufen und beitragen.

Denn nicht jeder von uns kann direkt vor Ort helfen.
Aber wir können hier vor Ort helfen, dass den Helfern geholfen wird!

Es geht nicht um Politik, es geht nicht um Migrationsfragen oder um die individuellen Fluchtgründe und deren „Anerkennungswürdigkeit“ in unseren Wohlstandsgesellschaften. Es geht darum, dass Menschen nicht weiterhin sinnlos ertrinken müssen. In „unserem“ Mittelmeer oder irgendwo sonst auf der Welt.

Möchtest Du mehr darüber erfahren?

Dann besuch doch einfach unsere neue Webseite, auf der wir einige der Institutionen und den Verein selbst vorstellen.

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