Mit dem iPad auf den Segel – Törn.

Kann das iPad von Apple das Notebook an Bord eines Charter-Törns ersetzen? Oder muss man weiterhin den schweren Laptop von Zuhause mitschleppen?

Das iPad auf der Segelyacht Die Vorteile für den Tablet-Rechner aus Cupertino liegen auf der Hand: Ein extrem charterfreundliches Packmass und Gewicht, das brilliante Display und die lange Batterielaufzeit sprechen zunächst für die Variante iPad.

Auch gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an „Apps“ für den Skipper, von der Navigation über detaillierte Wetterberichte bis hin zur Logbuch-App wird man fündig. Und das alles zu Preisen, bei denen einem der professionelle Seekarten-Dealer bis vor kurzem noch nicht mal die Hand geschüttelt hat…

Aber lohnt sich der Kauf eines solchen Spielzeugs für den ambitionierten Skipper?

Meine Erfahrung mit dem iPad an Bord ist zwiespältig. Im Gepäck ist das iPad unschlagbar: Flink verstaut, nimmt es weniger Platz weg als eine durchschnittliche Zeitschrift und bereits unterwegs kann man sich trefflich damit unterhalten. Das Bord-Entertainment-System an Bord des Flugzeugs wird komplett überflüssig: Endlich gibt es damit auch zünftige (Flugzeug-)Katastrophenfilme auf dem Flug zur Charterbasis 😉

Und auch die Batterielaufzeit ist „gnadenlos“: Beim mir zur Verfügung stehenden Modell iPad4 mit 32 GB und 4G muss das iPad nach ca. 8 bis 10 Stunden (je nach Nutzung) an die Stromtankstelle. Bei normalem Hausgebrauch, also hin und wieder Mails checken, Wetterdaten aktualisieren, Facebook u.s.w. kommt man also gut und gerne die ganze Woche ohne eine Steckdose über die Runden!

Der Einsatz des GPS-Modules hingegen verkürzt die Laufzeit deutlich. Die Batterie-Tankanzeige neigt sich gefühlt doppelt so schnell dem Ende zu, wenn man ein Programm mit GPS Daten laufen lässt.
Überhaupt das GPS-Modul: Vielleicht bin ich ja durch mein Garmin CSx Handheld-GPS ein wenig verwöhnt. Der GPS-Fix selbst ist einigermassen schnell, aber die Geschwindigkeits und auch die Kursdaten springen auch beim iPad der 4. Generation bei Geschwindigkeiten von 2-3 Knoten immer noch wild hin und her.
Einige Apps (Navionics) scheinen dieses Phänomen durch Mitteln der Messwerte in den Griff zu kriegen, allerdings zum Preis einer deutlich trägeren Geschwindigkeitsanzeige.

Der eingebaute Kompass möchte hin und wieder gern mal neu kompensiert werden. Da bin ich vom Garmin anderes gewöhnt.

Bei höheren Geschwindigkeiten werden die Daten besser, anscheinend ist die Refresh-Rate des iPads im Vergleich zum Garmin geringer, so das bei stabilerem Kursverlauf (Weniger schlingern und rollen etc.) die Daten besser aufgerechnet werden können.

Die Angabe des Ow hingegen ist okay und i.d.R. bis auf ca. 10-20 Meter genau.

Ich setze übrigens die App „Navionics Marine: Europe HD“ ein, die aktuell als Basis-App gratis angeboten wird. Die benötigten Kartensätze können dann via iTunes oder Google Play-Store (Android-Tablets) als In-App Kauf für ca. 55.00 Franken nachgeladen werden. Diese Karten sind dann auch „offline“, also ohne Internet-Anbindung nutzbar.

Hier einige „Screenshots“ von der Gesamtabdeckung, der Bucht von Cannigione und den Hafeninfos, hier Port Toga auf Korsika (Klick für grösseres Foto in neuem Fenster):

Abdeckung Navionics Europe HD

Wie man sieht, ist die Gesamtabdeckung ordentlich für den Preis 🙂
Aber wie sieht es aus, wenn man reinzoomt?

Die Bucht von Cannigione auf dem iPad

Die wichtigsten Infos sind gut zu sehen. Da es sich um Vektorkarten handelt, kann man bis auf Steg-Niveau ohne Qualitätsverlust zoomen, hier die Marina von Cannigione:

Marina von Cannigione im iPad mit Navionics

Darüber hinaus kann man durch antippen einer beliebigen Stelle des Schirms weitere Informationen zum gewählten Position abrufen, für Yachties besonders informative Stellen sind mit einem kleinen Segelbootsymbol gekennzeichnet. Wenn man diese antippt, erhält man z.B. Infos wie diese hier:

Ansteuerung Bastia mit Hafeninformationen im iPad

Update vom 24. Mai 2013: Auch nützlich für Binnengewässer, z.B. den Bodensee

Markus fragte in einem Kommentar zu diesem Artikel nach der Tauglichkeit der Software für den Einsatz auf den Schweizer Seen. Das kann absolut bestätigt werden, ich selbst benutze auf meinen Törns auf dem Neuenburgersee gern die Handy-Variante und hin und wieder auch das iPad. (Für iPhone: Navionics Marine: Europa – ca. CHF 22,00 / € 20,00 )

Hier mal ein Screenshot von der Hafeneinfahrt von Romanshorn am Bodensee (Klick auf das Bild für grössere Darstellung):

Screenshot Navionics Europa HD - Bodensee Romanshorn

An der Stelle sei mir ein kurzer Exkurs über den iPad Tellerrand hinaus gestattet.

Die Navionics-App gibt es mittlerweile auch für Android-Mobiles, allerdings gilt es dort vor dem Kauf eines Gerätes, auf dem einmal Navionics laufen soll, die Kompatibilität zu überprüfen!

Navionics im Google-Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=it.navionics.singleAppEurope&hl=de
Die aktuelle Liste der unterstützten Android-Geräte finden Sie unter http://www.navionics.com/en/compatibility

Nun aber wieder zurück zum iPad…

Trotzdem ist das iPad kein Ersatz für die gute alte Papierkarte: Es lassen sich nur sehr beschränkt Notizen in der Karte machen und wenn das iPad mal eine Schippe Salzwasser mitbekommt oder der Akku den Geist aufgibt, kann man damit höchstens noch in den Hafen paddeln. Ausserdem ist bei der Navionics-App nicht ersichtlich, welches Datum den verwendeten Karten zugrunde liegt und ob diese korrigiert werden.

Aber um mal eben schnell zu sehen, wo man ist und um den Kurs nachzuplotten ist das Teil genial und vor allem enorm preiswert.

Die Navionics-Karten können übrigens Online ausprobiert werden, hier geht es zur „Web-App“, die kostenlos nutzbar ist:http://www.navionics.com/de/webapp

Anonsten habe ich noch installiert:

Wenn gewünscht, werde ich zu den einzelnen Apps noch einen Review nachliefern.

Toll ist natürlich, dass man mit dem iPad seine gesamten Fotos, die iTunes Bibliothek und damit die digitale Musik mit an Bord hat – in Verbindung mit einem kleinen UKW-Sender, den man in jedem Interdiscount für knapp 20,00 Franken kaufen kann, hat man so ein tolles Bord-Entertainment System, mit dem man Filme und Musik dann sogar über die Stereoanlage geniessen kann.

Dank dem eingebauten 3G Modul ist man auch unterwegs online. Es ist also möglich, E-Mails zu empfangen und zu versenden, seine Facebook-Kontakte mit Statusmeldungen zu erfeuen und vieles mehr. Ohne nötiges zusätzliches Zubehör. Ultra-Kompakt und sehr nützlich, das iPad an Bord.

Nun aber zu den Wermutstropfen, die nicht fehlen dürfen:
Das iPad kann kein Flash. Damit sind Web-Workern die Statistiken der WordPress-Installationen und Google Analytics verbaut. Auch einige Webseiten, wie z.B. Facebook, verwenden Pop-Up Layer um Listen innerhalb von Webseiten darzustellen. Die kann man nicht scrollen. Man sollte also darauf vorbereitet sein, auf unerwartete Hindernisse beim Surfen im Web zu stossen. Am besten deheim die nötigsten Webseiten ausprobieren, damit es keine Überraschung gibt.

Das Schreiben mit dem iPad ist gewöhnungsbedürftig. Mir fehlte irgendwie die haptische Gegenmeldung, das ein Knopf gedrückt wurde – Aber daran gewöhnt man sich, genau wie an die vorlaute Autokorrektur.

Jetzt noch zwei Faktoren, die wirklich stören:
Das iPad spiegeltso fest, dass jede Diva ihre Freude dran hätte.
Da braucht man keine Schminkspiegel-App… Was unter Deck noch prima funktioniert, ist im Cockpit fast unleserlich. Das Display selbst zeigt sich von der Sonne zwar recht unbeindruckt, aber durch die Spiegelei sieht man kaum noch etwas.

Die Online-Kosten im Ausland sollte man im Auge behalten.
Ich habe für das iPad eine PrePaid Lösung von Swisscom gebucht, mit Option kostet das MB „nur“ noch 2.00 Franken. Für gelegentliches Mailen ist das okay, morgens das Wetter holen mag auch noch drin liegen, aber „richtiges“ Arbeiten auf dem iPad ist dann nur im Hafen mit WLAN möglich.

Auch hier ein kurzes Update:
Seit ein paar Wochen habe ich ein Swisscom Infinity L Abo. In diesem sind in der EU 100 MB surfen pro Monat sowie 100 Minuten Telefonie inbegriffen. Auch mit anderen Abos von Swisscom kann man relativ bequem über das auch im Ausland kostenlos erreichbare Datencockpit einigermassen günstige Auslands-Datenpakte hinzubuchen. So ist man auch im EU-Ausland zum Preis eines Abendessens in einem Restaurant eine Woche lang ausreichend online.

Mehr Infos zu den aktuellen Swisscom-Tarifen auf http://www.swisscom.ch/

Trotzdem werde ich mich auf dem nächsten Törn – also ab Samstag 🙂 – auf das iPad als alleinige Lösung verlassen und ausprobieren, wie es sich als „Digital-Lightweight-Nomade“ leben lässt. Auf der Facebook Seite werde ich versuchen, regelmässige Status-Updates zu posten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel unten im Kommentarfeld sagen würden. Haben Sie andere Erfahrungen, eine andere Meinung zu diesem Thema? Es gibt übrigens auch eine Facebook-Seite zu Segeln in der Schweiz und Meer. Ich würde mich freuen, Sie dort begrüssen zu dürfen!

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20 Antworten auf “Mit dem iPad auf den Segel – Törn.”

  1. 16. März 2011 at 14:10 #

    Moin Uwe,
    das war doch schon mal sehr informativ. Und das iPad rockt irgendwie wirklich. Ich weiß zwar nicht genau wozu es eigentlich gut, deshalb macht wohl so viel Spaß 😉

    Eine Frage iNavX: kann man auch eigene Karten einbinden, zum Beispiel über die DropBox.

    Ein Hinweis: In der aktuellen Ausgabe 2/11 von Palstek (http://palstek.de) gibt es einen sehr umfangreichen Beitrag zum Thema Apple Navigation.

    Also dann – have Fun – sagt Jan

  2. 17. März 2011 at 09:40 #

    Hi Jan,

    schön Dich auch hier zu lesen.
    Beim iNavX kannst Du Karten nur über x-traverse hinzufügen. Einen Weg, eigene Karten zu verwenden, habe ich da noch nicht gesehen.

    Bis denn, viele Grüsse in die Hansestadt,

    Uwe

  3. 26. Juni 2011 at 12:21 #

    Hallo, vielen Dank für den interessanten Artikel. Gibt es denn inzwischen neuere Erfahrungsberichte? Auf der Facebookseite habe ich leider nichts gefunden.,..

    DANKE und Gruß,
    Ralf

  4. Bernhard
    5. August 2011 at 11:17 #

    Ein interessanter Bericht. Vielen Dank.

    Ich habe mir letztes Jahr das günstigeste iPad 1, also nur 16GB, Wifi, kein 3G und somit auch kein GPS gekauft. Das IPad als Spielzeug zu bezeichnen halte ich für übertrieben abwertend. Es kommt ja immer drauf an, was man daraus macht und ob man die Technik die ein solches Gerät bietet versteht und entspr. nutzt.

    Mein iPad hat mein Notebook inzwischen komplett abgelöst. Das habe ich direkt bei eBay verscherbelt. Als Entwickler muss ich mich des öfteren bei unseren Kunden auf die Systeme connecten um das eine oder andere zu prüfen oder zu reparieren. Das mache ich mit Teamviewer oder SecureRemote direkt auf dem IPad. Funktioniert herovrragend.

    Über die wieteren Vorzüge des IPad braucht ja nichts mehr gesagt zu werden.

    Zum Segeln.

    Da mein IPad kein eingebautes GPS hat, habe ich mir den externen Bluetooth GPS Empfänger „GNS 5870 MFI“ zugelegt (ca. 80 €).

    Vorteile

    1) Im Gegensatz zum eingebauten GPS Empfänger kann man den externen GPS Empfänger jederzeit dort platzieren, wo man den besten GPS Empfang hat. Bei Regen kann man das Teil in eine Tüte packen, irgendwo an Deck platzieren und trotzdem in der Kabine sitzen und eine Route planen oder Positionsdaten abrufen. Das heißt, man muss sich mit dem IPad nicht mehr dahin bewegen wo man den optimalen GPS Empfang hat.

    2) Der externe GPS Empfänger ist ein sehr kleines eigenständiges Gerät, das keinen Strom am IPad verbrät. Das Teil hat hat eine Laufzeit von locker 10 Std. Das bedeutet, volle Laufzeit auf dem Ipad.

    Das Geschwindigkeits oder Kursdaten „springen“ konnte ich mit dem externen Empfänger weder beim Wandern noch beim Autofahren entdecken.

    Jetzt zum 3G Empfang.

    Auch dafür habe ich mir ein externes Gerät zugelegt. Und zwar ein Huawei E585 (ca. 90 €). Bei diesem Gerät handelt es sich um einen WLAN Hotspot für bis zu 5 Geräte. Man kauft sich also z.B. in Kroatien eine Simpa Prepaid Karte mit ausreichend Übertragungsvolumen und steckt diese in den Huawei. Nach dem Einschalten steht sofort auf dem ganzen Schiff (ca. 30 Meter umgebung) WLAN mit Internetzugang für alle beliebigen Geräte (iPhone, iPad, Notebooks usw.) zur Verfügung.

    Vorteile wie oben.

    1) Das Gerät kann irgendwo auf dem Schiff platziert werden .. auch bei Regen …. usw.

    2) Auch dieses Gerät verbrät keinen Strom am IPad, also volle IPad Laufzeit und es bringt zusätzlich gleich noch alle anderen Geräte ins Internet.

    Weiterhin setze ich das schon im Bericht erwähnte Navionics Europe West ein. Leider ist diese App seit dem letzten Update instabil geworden und beendet sich hin und wieder ohne Vorwarung.

    Zusätzlich verwende ich MotionX GPS HD. Die meiner Ansicht nach beste GPS App für das IPad – siehe http://gps.motionx.com/ipad/overview/
    und eben noch diverse Apps wie Kompass, Winddaten usw.

    Ich würde sagen, dass die Kombination – IPad mit externen GPS und 3G Empfängern hinsichtlich Mobilität und Stromverbrauch noch besser ist, als ein voll ausgestattetes IPad.

    Sollte ich mir mal ein IPad2 oder 3 zulegen, kann ich mir also wieder die günstigste Variante mit der geringsten Ausstattung kaufen.

    Beste Grüße
    Bernhard

  5. 17. April 2012 at 06:19 #

    Hello,

    Here is a helpful application for sailors : „WCC World Cruising Calendar.

    Planning long passages has never been easier. WCC is the alternative multimedia to the Pilot Charts.
    Find the routes most frequently used by sailing boats for specific months of the year. WCC schematizes information usually found in books.
    Stay in contact with sailing friends and know their position. With WCC you can choose to show the position of your automatically. When a friend enters the name of your boat, it’s position will then be indicated on the chart.
    You can make public announcements on your wall. This function will be known as Skip’in Touch and will be a front runner of what will become THE navigators social network.

    This unique application will be useful to sailors planning a voyage as well as those already on their way.
    It will be available on the iTunes Apps-store for $9.99 USD

    Follow this link: http://itunes.apple.com/app/id507627754

    Thank you for transmitting this message to your readers.

    Marc Chapus

  6. Erwin Kissling
    19. April 2012 at 15:43 #

    Ich möchte folgende app bei i-tunes im app-store kaufen für mein i-phone

    Navionics marine europe-west

    ich finde diese app nicht.
    wie muss ich vorgehen?
    Beten Dank und freudliche Grüsse

  7. tom
    8. Juli 2012 at 14:00 #

    tom

    siehe meinen eintrag unter

    http://www.segelrevier.ch/seemannsgarn/chartern-ipad-toern-segeln-apps/#comment-208

    @ bernhard: (Weiterhin setze ich das schon im Bericht erwähnte Navionics Europe West ein. Leider ist diese App seit dem letzten Update instabil geworden und beendet sich hin und wieder ohne Vorwarung.):

    ich hatte das gleiche problem und es auch an navionics gemeldet. nach etwa 3 monaten erhielt ich die antwort, dass ich ein update der software machen soll. gesagt, getan und in diesem jahr hatte ich bisher keine abstürze mehr.

    frage:

    hat jemand erfahrung mit der navigationssoftware „isailor.us“ (ebenfalls für ipad)?

    immer eine handbreit….

  8. kowatsch
    21. Oktober 2012 at 09:49 #

    wo finde ich apps zu kaufen bei denen ich auch eiß was ich kaufe? such zb seekarte kroatien.

  9. Micha
    2. April 2013 at 19:53 #

    Hallo zusammen
    Gibt es ein gutes Programm für die elektronische Navigation mit dem Macbook Pro? Will meine Meilen/Kurse, etc. vom letzten Trip erfassen.
    Dankeschön!

  10. Markus
    23. Mai 2013 at 23:31 #

    Hallo
    Wie sieht es bezüglich Schweizer Seen – konkret Bodensee – aus? Hat jemand Erfahrung?
    Ist die app stabil?
    Danke, Gruss Markus

  11. 24. Mai 2013 at 10:17 #

    Hallo Markus,

    ich habe die Angaben zu den Binnenseen der Schweiz ergänzt.
    Vielen Dank für diese wertvolle Anregung 🙂

  12. Markus
    24. Mai 2013 at 20:07 #

    Hallo Uwe
    Super Service – herzlichen Dank. Dann habe ich jetzt keine Entschuldigung mehr, die app nicht zu kaufen und auf meinem iPad zu installieren 🙂
    Beste Grüsse vom Bodensee – Markus

  13. Brigitte
    27. Juli 2014 at 17:16 #

    Ich wollte während unserem Ägäis-Törn die Tracks mit Navionics auf meinem Ipad aufzeichnen. Leider funktionierte die GPS-Funktion nur im Hafen mit WiFi!
    Habe ich da was falsch verstanden?

    Gruss Brigitte

  14. 5. August 2014 at 09:04 #

    Hallo Brigitte,

    dann hat Dein iPad wahrscheinlich kein Mobilfunk (3G/4G)-Modul!?
    Denn nur die Geräte in die man eine Mobilfunk-SIM stecken kann, haben bei Apple ein „echtes“ GPS-Modul und funktionieren auch auf See.

  15. Brigitte
    5. August 2014 at 11:00 #

    Hallo Uwe
    Danke für Deine Antwort, ist ärgerlich aber kann ich wohl nicht ändern.
    Gruss Brigitte

  16. Luuk
    27. August 2014 at 21:24 #

    Ich nutze mit dem iPhone (iPad geht auch) eine einfachere Art des GPS Trackings. Da sind keine Karten dabei wie bei Navionics, es geht eher darum die Manöver aufzuzeichnen, aber das funktioniert gut. Habe schon drei gecharterte Schiffe damit gelogged und bin schon gut zufrieden. Ich nutze http://www.logbook-app.com und mit einem 12 V Lader habe ich sowieso immer für mein iPhone Strom an Board dabei. Daher ist der Batterieverbrauch beim iPhone für mich kein Thema. Ich lasse es einfach am Steuerstand angesteckt (da befindet sich bei den meisten Kähnen ja ein 12V Outlet). Zusätzlich hole ich mir von T-Mobile noch die Datenflat Auslandspakete, die sind nicht so extrem teuer. Dann ist auch immer schön Internet an Board, kann man ja zum Mailen, Twittern und Fotos versenden immer mal brauchen.

    Gruss Luuk

  17. Lena
    14. September 2015 at 08:09 #

    Wer je eine elektronische Karte geöffnet hat, legt seine Papierkarten dahin, wohin sie gehören, zum Altpapier. Darin sind sich alle Skipper, die ich kenne einig.

    Ich habe seit Jahren Navionics auf dem iPad. Ist vollkommen praxistauglich, wenn das iPad echtes GPS hat und damit nicht aufs Mobilfunknetz angewiesen ist. Fahrtensegler holen sich bei einem Telefonieanbieter des besuchten Landes eine SIM Karte (diverse zweckdienliche Angebote) und haben damit zusätzlich (relativ) günstig auch noch Internet (naja, wenn es Empfang gibt….)

    Vor ein paar Wochen ist mir Navionics zum ersten Mal abgestürzt. App löschen, dann zum App Store, gratis neu aufladen und gut ist.

    Zur Sicherheit habe ich die App jetzt auch auf dem Smartphone. Und das iPad bleibt bei mir IMMER in der Kabine. Es gibt ja immer nur zwei, drei navigatorische Merkpunkte, die in den folgenden 5-10 Minuten relevant sind. Diese kann jeder im Kopf behalten.

    Klar, es gibt auch wasserdichte, transparente iPad Hüllen, aber segelt man nicht ganz alleine, dann braucht es am Ruder keine Karte, finde ich.

    In ganz heiklen Situationen (z.B. Riffe nachts) verfolgt ein Crewmitglied (Navigator) die Fahrt am Bildschirm und ruft dem Rudergänger nach oben zu, wie er/sie steuern soll. Das ist für den/die am
    Steuer angenehmer, als selber zwischen Bikdschirm und Realität hin und her gucken (selbst wenn der Bildschirm oben wäre).

    Grundsätzlich beobachte ich immer mehr, dass bei all der verfügbaren Technik und Software Viele ihren Segeltoern leider mehr am Bildschirm als in der Realität wahrnehmen.

  18. 14. September 2015 at 09:00 #

    Hi Lena again,

    dann kennen wir unterschiedliche Skipper 😉

    Ich gebe Dir Recht, dass die Navigation auf Navionics und iPad oder einem anderen elektronischen Plotter derzeit Stand der Dinge ist und auch praktiziert wird.

    Aber auch hier: Die Auseinandersetzung mit der guten alten Papierkarte schärft die Sinne, die Du nachher bei der Navi mit dem elektronischen Plotter ebenfalls benötigst. Wenn Du diese Grundlagen nicht kennst, können Navionics und Co. doch schon mal die eine oder andere Überraschung bieten. Übrigens ist Navionics zwar toll, bietet aber doch nur eine Amateurseekarte auf einem zwar guten, aber doch eben nicht vollständigen Navigationsprogramm.

    Insbesondere die Communitiy-Funktionen verfälschen z.B. die Tiefenangaben grade in den ach so tollen Sonar-Charts teilweise so stark, dass die quasi unbrauchbar werden.

    Du kennst das sicher: Mit „falschem“ Bezugspunkt – Wasser unter Kiel – und z.B. 2 Meter Tiefgang läuft man in einen Hafen mit 3 Meter Tiefe ein und übermittelt die Echolot Daten dann unkompensiert an Navionics. Und schwupps ist der Hafen in der tollen Sonar-Charts Karte nur noch einen Meter tief.
    Hatten wir z.B. in Dänemark sehr häufig…

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