Wenn Sie als Segler schon mal auf einem Segelboot mit 7/8 oder ähnlich getakeltem Mast unterwegs waren, wird Ihnen sicherlich die Spannvorrichtung am Achterstag, dem Seil das vom Heck des Bootes an die Spitze des Mastes hinauf geht, aufgefallen sein.
Nicht nur, dass man am Achterstag prima Fahnen anbringen oder, seemännisch nicht ganz korrekt, die Badehose Express-Trocknen kann. Dieser Stag hat, insbesondere auf nicht Toppgetakelten Masten, eine ganz praktische Funktion, die es uns ermöglicht, auf Am-Wind Kursen den entscheidenden Tick später zu reffen und mehr Höhe am Wind laufen zu können.
Stellen wir uns doch mal vor, was passiert, wenn wir hoch am Wind mit einer ordentlichen Portion Wind in den Segeln aufkreuzen. Irgendwann einmal beginnt unser Boot zu krängen, sich also schief zu stellen – Lage zu schieben.
Dieser Effekt ist eigentlich unerwünscht – Zuerst meist von den erwiesenermassen vernünftigeren Frauen an Bord, dann mit zunehmender Gesichtsgrüne auch von den bis dato gern „sportlich“ segelnden Herren.
Aber auch aus praktischen Gründen ist eine Schieflage, Krängung, des Bootes von mehr als ca. 15-20 Grad unerwünscht: Mit zunehmender Schräglage reduziert sich die projizierte Segelfläche und damit die effektive Stärke unseres Motors – dem Segel.
